EuroHawk: Selhausen leitet Arbeitsgruppe im Ministerium

Nachdem in der Bundespressekonferenz am (gestrigen) Mittwoch offen blieb, wer im Verteidigungsministerium die interne Arbeitsgruppe zur Aufarbeitung der EuroHawk-Probleme leitet, hat das Ministerium heute die Information nachgereicht:

Auf Ihre Frage, wer im Verteidigungsministerium die zum Themenkomplex Euro Hawk eingerichtete Arbeitsgruppe leitet, teile ich ergänzend zu meinen Ausführungen mit:
Die Arbeitsgruppe, die im Kern aus rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besteht, wird von Herrn MinDir Detlef Selhausen (Abteilungsleiter Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung) geleitet.

Also vom, wie es international heißt, Rüstungsdirektor des Ressorts. Der mit dem Thema EuroHawk schon länger zu tun hat.

(crosspost von augengeradeaus.net wg. der bevorstehenden Wartung)

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3 Antworten zu “EuroHawk: Selhausen leitet Arbeitsgruppe im Ministerium

  1. Vtg-Amtmann

    Man lese in der Saarbrücker Zeitung „Euro-Hawk“-Aus: US-Hersteller weist Vorwürfe zurück
    Der Northrop-Grumman Sprecher argumentiert, daß der Auftraggeber nie eine klare Anweisung gegeben habe, welche Dokumente für Zertifizierungen und die Zulassung in Europa nötig seien. Zum Kollisionsschutz wurde ausgeführt, daß EuroHawk ohne ein solches System zum Testbetrieb nach Deutschland geliefert wurde. Für die vier weiteren Drohnen, welche das BMVg bestellt habe, sei aber solch ein System geplant gewesen, welches Bestandteil aller Modelle der «Hawk»-Familie sei. Man könne nicht nachvollziehen, weshalb das BMVg nunmehr eine gewaltige Kostensteigerung ins Feld führe.

    Hierzu ist auszuführen, dies deckt sich zu 100% mit dem Fakt, daß nur ein den „Allgemeinen Bedingungen für Entwicklungsverträge mit Industriefirmen ABEI Stand: 27. Juni 2005“ Entwicklungsvertrag abgeschlossen wurde (vgl. http://www.baain.de/resource/resource/MzEzNTM4MmUzMzMyMmUzMTM1MzMyZTM2MzEzMDMwMzAzMDMwMzAzMDY4MzYzNDc3NmQ2NjM1MzUyMDIwMjAyMDIw/B86.pdf).

    Dieser vom damaligen BWB-Vizepräsidenten Harald Stein (jetzt Präsident des BAAINBw) unterzeichnete (ABEI-) Vertrag enthält zu Gunsten der EUROHAWK GmbH in § 1 Abs 1 die sogenannte „Bemühungsklausel“, welche (fast) jegliche Haftung und Regreß außer bei Störung der Vertragsgrundlage durch Vorsatz und/oder grobe Fahrlässigkeit ausschließt.

    Ein sogen. „BEK-Papier“, welches eindeutige Verpflichtungen des Auftragnehmers hinsichtlich „Musterprüfung/-zulassung, Stückprüfung, Nachprüfung von Luftfahrzeugen“ festschreibt und derart den Auftragneghmer und auch alle dessen Subunternehmer hinsichtlich der (militärischen) Verkehrszulassung samt (Nachweispflichten und Qualitätsmanagement bindet sowie regelmäßig die „Bemühungsklausel“ ausschließt (vgl. http://www.uploadarea.de/upload/1xkva8rzvrnanqckfwax4h4zm.html), wurde jedoch nicht Vertragsbestandteil!

    Auch redet der Northrop-Grumman-Sprecher stets ebenso vage wie das BMVg von „Kollisionsschutz“ und einem „System“, aber nie konkret von einem autarken und autonomen “SENSE & AVOID System“.
    Ein solches funktionables System wird es erst ab 2018 für die GlobalHawk Triton Version geben. Allerdings verfügen die Amerikaner über ein bodengebundenes und mehrfach datenlink-abhängieges Assistenzsystem, welches auf den gleichen Prinzipien basiert wie das System SAAFu-System der Fa. ESG (Sense & Avoid Assistenzfunktion), also eine technologische „Krücke“, welche eben der WDT 61 keine Zulassung des T€uroHawks ermöglichte.

    Vorgenannte Sachverhalte kennt niemand besser als der BMVg HAL-AIN Detlef Selhausen und der BAAINBw Präsident Harald Stein und noch im November 2012 wollte man die ICAO mit einem bereits im November 2003 bekannten Sachstand der Zulassungsproblematik „über den Tisch ziehen“. Man hat sich nämlich dadurch selber verraten, in dem die letztendlich vom AFSBw erstellte ICAO-Vorlage die schematische Skizze aus der AFSBw-PPT-Präsentation von 2003, hier Folie Nr. 8 „eins zu eins“ wiedergibt und im übrigen nur die in Folien Nr. 9 – 14 dargestellten Verfahren ausformuliert, um doch noch mit Gewalt eine Zulassung durchzuboxen. Aber das „www“ vergißt eben nichts und „Lügen bzw. dumme Herumtricksereien haben kurze Beine“. „P.g“ = „Pech gehabt“ bzw. „dumm angestellt“!

  2. Der Kommentator einer großen süddeutschen Zeitung fragt: „Geht’s noch?“