Archiv der Kategorie: Einsatz in aller Welt

CROSSPOST: Extra: Putsch in der Türkei hat bisher keine Auswirkung auf Incirlik

20160121_Incirlik-Ehrenwache

Der Militärputsch in der Türkei hat bislang noch keine Auswirkungen auf die Situation auf der türkischen Luftwaffenbasis Incirlik im Süden des Landes und die dort stationierten Bundeswehrsoldaten. Eine weitere Erhöhung der Sicherheitsstufe gebe es bislang nicht; die knapp 300 deutschen Soldaten würden die gleichen Sicherheitsvorkehrungen wie bisher einhalten, sagte eine Sprecherin des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr am frühen Samstagmorgen auf Anfrage von Augen geradeaus!.

US-Medien hatten zuvor gemeldet, die Sicherheitsstufe – Force Protection Condition – in Incirlik sei wegen des Putsches von der zweithöchsten Stufe Charlie auf die höchste Stufe Delta erhöht worden. Die Stufe Delta würde angesichts der dann notwendigen Sicherheitsvorkehrungen einen weitgehenden Stopp des Betriebs bedeuten. Nach Angaben der Bundeswehr wurde für die Basis Incirlik aber eben nicht Delta ausgerufen. Allerdings könne sich das im Laufe der Nacht noch ändern, bevor am Morgen der übliche (Flug)Betrieb beginne.

(Foto: Ehrenwache im Stabsgebäude der Air Base Incirlik)

CROSSPOST: Erstmals deutsche Blauhelmsoldaten in Mali unter Beschuss – Keine Verwundeten

(CROSSPOST von augengeradeaus.net – diese Nachricht scheint dort gerade zu höherem Ansturm auf den Server zu führen)

Erstmals im Blauhelmeinsatz der Bundeswehr in Mali sind deutsche Soldaten der UN-Mission MINUSMA unter Beschuss geraten. Am (heutigen) Mittwoch sei eine Aufklärungspatrouille nördlich von Gao mit Handwaffen angegriffen worden, teilte das Einsatzführungskommando der Bundeswehr mit. Bei dem Angriff seien keine deutschen Soldaten verwundet worden; auch an den – geschützten – Fahrzeugen habe es keine Schäden gegeben.

Alle an den Patrouille beteiligten Soldaten seien inzwischen wieder ins Camp Castor in Gao zurückgekehrt; weitere Details sind noch nicht bekannt.

In Gao im unruhigen Norden des westafrikanischen Landes sind derzeit rund 500 Bundeswehrsoldaten im Einsatz, die vor allem als Aufklärer für die Vereinten Nationen unterwegs sind (eine weitere deutsche Beteiligung gibt es an der EU-Ausbildungsmission). Auf die UN-Mission gibt es immer wieder Angriffe, in Gao selbst war Anfang Juni bei einem Selbstmordanschlag ein chinesischer Blauhelmsoldat ums Leben gekommen.

Einsatz im Mittelmeer: Jetzt offiziell Jagd auf Schleuser

Die europäische Militäraktion EUNAVFOR MED im Mittelmeer, an dem die Bundeswehr mit zwei Schiffen beteiligt ist, ist am (heutigen) Mittwoch offiziell in eine neue Phase eingetreten – ab jetzt können die beteiligten Schiffe aus verschiedenen EU-Staaten auch gezielt gegen Schlepper vorgehen, die Flüchtlinge vor allem von der libyschen Küste über das Meer nach Italien bringen.

Den Beginn der so genannten Phase 2 i hatte das Politische und Sicherheitspolitische Komitee der EU am 28. September beschlossen. Da damit auch der mögliche Einsatz militärischer Gewalt verbunden ist, war für die Deutsche Marine ein Mandat des Bundestages nötig, das das Parlament am 1. Oktober billigte. Die in dem Mandat genannten Aufgaben: Weiterlesen

Korvette ‚Erfurt‘ zu EU-Antipirateriemission in Djibouti eingelaufen

FGS_Erfurt_vesseltracker_20150817

(Crosspost wg. technischer Probleme bei augengeradeaus.net)

Es läuft wie (um)geplant: Am (gestrigen) Montag ist die Korvette Erfurt der Deutschen Marine in Djibouti eingelaufen, um den deutschen Beitrag in der EU-Antipirateriemission Atalanta zu stellen. Das vorerst letzte AIS-Signal aus Djibouti (Screenshot oben)  zeigt die Erfurt, NATO-Kennzeichnung F262, im Hafen des ostafrikanischen Landes.

Damit ist, nach größeren Umplanungen, die Bundeswehr wieder an Atalanta beteiligt – nach einer mehrmonatigen Lücke, der ersten seit Beginn der EU-Mission 2008, in der Deutschland zuvor ununterbrochen Schiffe (und zusätzlich Flugzeuge) stellte. Weiterlesen

Bundeswehr-Ausbildungszentrum im Nordirak: die Pläne werden konkreter

Die deutschen Pläne, im Nordirak mit Bundeswehrsoldaten kurdische Kämpfer für den Krieg gegen die islamistischen ISIS-Milizen auszubilden, nehmen offensichtlich Gestalt an. Vor knapp drei Wochen hatte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen angekündigt, die Bundeswehr solle ein Ausbildungszentrum im Nordirak errichten und betreiben. Jetzt erkunden Verteidigungsministerium und Auswärtiges Amt die Möglichkeiten für eine solche Ausbildungseinrichtung, an der sich rund 100 deutsche Soldaten zusammen mit skandinavischen Partnern beteiligen könnten, berichtete die Süddeutsche Zeitung vorab am Mittwochabend Weiterlesen

Deutsche Drohnen in die Ukraine? Da ist noch einiges offen…

Die Bundesregierung hat, abgestimmt mit Frankreich, zwar am (heutigen) Freitag wie schon angekündigt offiziell den Einsatz deutscher Drohnen für die OSZE-Überwachung eines Waffenstillstands in der Ukraine angeboten. Allerdings sind noch eine Menge Fragen offen – in erster Linie der deutsche (wie französische) Wunsch, die Bedienmannschaften der vorgesehenen Luna-Drohnen (Foto oben) mit einer millitärischen Schutzkomponente abzusichern – vorgesehen sind vermutlich Fallschirmjäger aus Seedorf. Denn das geht auf jeden Fall nicht unter dem OSZE-Mandat, sondern müsste mit der Ukraine gesondert verhandelt und auch vom ukrainischen Parlament bestätigt werden.

Das Angebot machte Außenminister Frank-Walter Steinmeier am Vormittag nach einem Gespräch mit seinem ukrainischen Kollegen Pawlo Klimkin öffentlich:

Wir haben der OSZE gestern ein Angebot unterbreitet, unter welchen Voraussetzungen die deutsche Bundeswehr solche Drohnen zur Verfügung stellen kann. Wir warten jetzt auf die Reaktionen nicht nur der OSZE selbst, sondern auch der Mitgliedsstaaten, der Ukraine und Russlands, wie sie zu diesem Angebot stehen.

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VIP-Flieger der Kanzlerin soll Soldaten aus Afghanistan abholen

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Deutsche Soldaten, die seit fast einer Woche auf ihren Heimflug aus dem Afghanistan-Einsatz warten, sollen jetzt mit dem Regierungsflieger der Kanzlerin nach Hause geholt werden. Wie Augen geradeaus! aus dem Einsatzführungskommando der Bundeswehr erfuhr, ist geplant, dass mindestens ein Airbus A340 (Foto oben) am kommenden Freitag einen Teil der rund 150 Soldaten ausfliegt. Eventuell soll auch der zweite A340 der Bundeswehr-Flugbereitschaft eingesetzt werden, zudem eine Chartermaschine. Weiterlesen